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Magic RADAR

Rechnungsprüfung, die vor der Rechnung anfängt — Prüft jede Position der Lieferantenrechnung — und die Preise schon am offenen Vorgang, bevor die Rechnung überhaupt geschrieben ist.

Der Großhändler ändert einen Preis. Bis das auffällt, ist die Ware verbaut, der Kunde abgerechnet und der Aufschlag beim Betrieb hängen geblieben. Nicht weil niemand prüft — sondern weil eine Sammelrechnung mit siebzig Positionen im Tagesgeschäft niemand Zeile für Zeile durchgeht.

Magic RADAR nimmt diese Arbeit auseinander und automatisiert den Teil, der stur ist: Es liest Eingangsrechnungen und die Vorgänge im Lieferantenportal mit, vergleicht jede einzelne Position mit dem, was vereinbart oder zuletzt bezahlt wurde, und macht aus jeder Abweichung einen Fall mit Nummer, Status und Entscheidung. Was Urteilsvermögen braucht, bleibt beim Menschen.

Der entscheidende Unterschied: der Zeitpunkt

Klassische Rechnungsprüfung ist immer zu spät. RADAR setzt eine Stufe früher an: Sobald ein Vorgang beim Großhändler angelegt ist — Tourlieferung oder Abholung — laufen die Nettopreise gegen die eigene Preisgrundlage. Weicht etwas ab, steht der Fall in der Zentrale, solange ein Anruf beim zuständigen Sachbearbeiter noch reicht. Mit Vorgangsart, abholender Person und dem Beleg, aus dem der erwartete Preis stammt.

So läuft ein Fall

  1. Mitlesen — Vorgänge aus dem Portal, Rechnungen aus dem Postfach. Rein lesend, ohne etwas zu verändern.
  2. Vergleichen — vereinbarter Festpreis, sonst zuletzt bestätigter Preis, sonst Ersterfassung ohne Fehlalarm. Tagespreis-Ware hat eine eigene Regel.
  3. Melden — nur echte Abweichungen, gebündelt, mit Fallnummer, an die Empfänger, die diese Ereignisart abonniert haben.
  4. Entscheiden — bestätigen, reklamieren, intern festlegen oder einmalig durchgehen lassen. Immer mit Kürzel und Begründung im Protokoll.
  5. Nachfassen — Reklamationsmail aus Vorlage; die Antwort des Lieferanten landet automatisch am richtigen Fall.
  6. Verbuchen — als Einsparung zählt ausschließlich eine eingegangene, dem Fall zugeordnete Gutschrift.

Bewusst nicht automatisch

Ein Preis, den der Lieferant nennt, wird nie stillschweigend übernommen. Reklamationen verschickt kein Automat. Und der mitlernende Autopilot darf erst dann selbst entscheiden, wenn er über genügend Fälle hinweg nachgewiesen hat, dass er richtig liegt — innerhalb einer Betragsgrenze, mit Not-Aus und vollständigem Protokoll.

Für wen es passt

Für Betriebe mit täglichem Großhandelseinkauf, mehreren Kundenkonten beim selben Lieferanten, Sammelrechnungen mit vielen Positionen und Baustellen, deren Materialkosten nachkalkuliert werden. Weniger sinnvoll ist es bei einer Handvoll Rechnungen im Monat oder bei reinen Papierbelegen ohne elektronischen Datensatz.

RADAR ist kein Warenwirtschafts- und kein Buchhaltungssystem. Es bucht nichts und ersetzt weder Fibu noch Steuerberater. Es beantwortet eine einzige Frage gründlich — stimmt der berechnete Preis — und gibt den Rest an die Systeme zurück, die dafür da sind.

Läuft im eigenen Netz

RADAR arbeitet auf einem Rechner im Betrieb, als Dienst, der beim Hochfahren startet. Die Einrichtung ist ein Assistent im Browser: fünf Schritte mit Verbindungstest, ohne eine Datei zu bearbeiten. Zugangsdaten sind write-only, der Bereich ist per PIN geschützt, jede Änderung steht im Protokoll — ohne die Werte selbst.

Die Prüflogik rechnet vollständig deterministisch. Die KI-Anbindung lässt sich abschalten; dann entfallen nur Komfortfunktionen wie das Auslesen von Rechnungen ohne strukturierten Datensatz. Wer Belege nicht aus dem Haus geben will, betreibt RADAR ohne.